Aktuelles
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Initiative Stolpersteine Bergen-Enkheim Frankfurt am Main
Gedenkveranstaltung 2021 09. November 2021
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Gedenkzeremonie auf dem Gelände des Kinder- und Familienhauses der Ev. Kirchengemeinde in der Conrad-Weil-Gasse 6, gegenüber der ehemalige Synagoge. Die Kerzen auf dem Davidstern tragen die Namen der ermordeten ehemaligen Berger Mitbürgerinnen und Mitbürger. Nach dem Vortrag der Stuttgarter Schulderklärung der Bekennenden Kirche (1945) werden die Namen der jüdischen Opfer verlesen. Vortrag von Ursula Zierlinger Elisabeth Schmitz - Selbst die Steine schreien. „Eine Ausnahme und Erland Schneck-Holze von der Regel des Schweigens“ im Ev. Gemeindezentrum am Königshof Ursula Zierlinger, Edith Haase, Rabbiner Andrew Steiman, Erland Schneck-Holze, Pfrin. Kathrin Fuchs, Martina Georgi-Eichhorst Martina Georgi-Eichhorst Pfrin. Kathrin Fuchs Rabbiner Andrew Steiman Musikalische Umrahmung Begrüßung Grußwort (Erläuterung s. unten) Ursula Zierlinger Erland Schneck-Holze rezitiert aus Schriften von Dr. Elisabeth Schmitz. begleitet mit thematisch passenden poetischen Texten von Hilde Domin, Rose Ausländer, Nelly Sachs, Selma Meerbaum-Eisinger, Halina Nelken, und Reinhold Schneider. Im Hintergrund stehen die Kerzen, die Teilnehmer/innen von der Gedenkzeremonie zum Vortragssaal mitgebracht haben. Die gelbe Kerze auf dem Leuchter erinnert an die vielen jüdischen Kinder, die ebenfalls deportiert und ermordet wurden. An ihr Schicksal erinnert Rabbiner Steinman in seinem Grußwort (s. Bild oben) und erzählt die bewegende Geschichte von zwei Jungen, einem Juden und einem Christen, die auf je unterschiedliche Weise die NZ-Zeit erlebt und überlebt haben und nun Tür an Tür im Alten- und Pflegeheim der Budge-Stiftung in Frankfurt ihren Lebensabend verbringen. Der jüdische Nachbar wurde in der NS-Zeit in einem Kloster versteckt und dadurch gerettet, der christliche von seinem Vater, einem Apotheker, abends bei Dunkelheit zu jüdischen Kunden geschickt, die er eigentlich gar nicht beliefern durfte. Er ging damit ein hohes Risiko ein. Heute sind die beiden älteren Herren als Nachbarn freundschaftlich verbunden. > Pressebericht